23. April 2017





Welttag
des Buches



Vor 22 Jahren hat die UNESCO den 23. April zum Welttag des Buches und des Urheberrechts ausgerufen.


In Zeiten des Medienwandels ist das Urheberrecht ein besonders brisantes und diskutiertes Thema. Wir haben die wichtigsten Diskussionen und Entscheidungen für das heurige Jahr zusammengefasst (Stand März 2017):
Mit Spannung wird erwartet, wie der Oberste Gerichtshof in Sachen Amazon entscheiden wird. Kommt die Zahlungsvergütung für Speichermedien? Weiters befindet sich die Urheberrichtlinie bei der EU in Umsetzung: Erstmals werden dabei Vertragsrechte zwischen Autoren und Verwertern festgelegt, die auch hierzulande implementiert werden müssen. Und drittens sei die ins Wanken geratene Verlegerbeteiligung erwähnt (Stichwort VG Wort), die Zuteilung der Gelder zwischen Autoren und Verlagen muss rückwirkend neu geregelt und zukünftig repariert werden. Betreffen werden all diese Entscheidungen nicht nur die Branchenteilnehmer, sondern letztendlich auch die Konsumenten.

Es kleiner Überblick, was uns in diesem Jahr rund um den 23. April alles erwartet:
Heuer können wir uns jedenfalls über zahlreiche literarische Veranstaltungen freuen, die rund um den Welttag des Buches im Lesemonat April stattfinden werden. Die ARGE Welttag des Buches (Buchkultur & Schwarzer) bieten dazu wie jedes Jahr einen österreichweiten Terminkalender an, den Sie auf dieser Seite oben finden. Als Geschenkbuch wird die Anthologie „Humor ist, wenn man trotzdem lacht“ in Buchhandlungen und Büchereien verteilt. Der Hauptverband des Österreichischen Buchhandels konnte als Herausgeberin die renommierte Verlegerin Prof. Brigitte Sinhuber-Harenberg gewinnen. Es kurzer Blick nach Deutschland: Dort geben die Stiftung Lesen und der cbj-Verlag seit 1997 jährlich einen neuen Titel der Buch-Reihe „Ich schenk dir eine Geschichte“ heraus. Die Bücher gehen mittlerweile an rund 930.000 Schülerinnen und Schüler und werden eigens zu diesem Zweck von bekannten Kinderbuchautoren geschrieben. Diesmal ist es Henriette Wich, die mir ihrem „Geheimnisvollen Spukhaus“ eine spannende Geschichte vorlegt. Und auch die deutschen Buch-Bloggerinnen Christina und Dagmer haben wieder etwas vor: Geplant ist eine Neuauflage von „Blogger schenken Lesefreude“, die Gemeinschaft von buchbegeisterten Menschen möchte „bloggen wie die Wilden“ und Lesefreude verbreiten. Infos unter: bloggerschenkenlesefreude.de Foto: Ben White / unsplash.com





Im November 1995 erklärte die UNESCO auf Antrag des spanischen Staates den 23. April zum Welttag des Buches und des Urheberrechts. In einem Statement von Milagros del Corral, der zuständigen Direktorin der UNESCO, heißt es: "Lesen bedeutet einen interaktiven Dialog mit dem vom Autor eines Textes geschaffenen virtuellen Universum aufnehmen: einem Universum intellektueller Beschreibungen, das sich jeweils unterscheidet, abhängig von der Phantasie jedes einzelnen Lesers." "Es gibt Bücher zu allen Themen, für jedes Publikum und zu allen Zeiten. Aber wir müssen sicherstellen, daß Bücher für jeden und überall zugänglich sind." Die UNESCO möchte mit dem Welttag des Buches und den damit verbundenen weltweiten Aktivitäten Buch und Lesen fördern.

Seinen Ursprung hat der Feiertag für das Buch in einer katalanischen Tradition, wonach sich die Menschen zum Namenstag des Volksheiligen Sant Jordi (Sankt Georg) Rosen schenken. Seit den zwanziger Jahren werden auf Initiative der Büchergilde von Barcelona auch Bücher verschenkt. Der 23. April ist besonders in Barcelona, der Hauptstadt Kataloniens, ein Kulturereignis mit Volksfestcharakter, bei dem Verkaufsstände auf den Straßen aufgebaut sowie Lese- und Bücherfeste organisiert werden.

Der 23. April ist darüberhinaus dem Gedenken an Miguel de Cervantes, William Shakespeare und dem bedeutendsten spanischen Renaissancedichter Inca Garcilaso de la Vega gewidmet. Cervantes starb am 23. April 1616 in Madrid, Shakespeare am selben Tag in Stratford-upon-Avon. Die Entscheidung der UNESCO, den katalanischen "Tag des Buches" zum Welttag des Buches zu erklären, ist in vielen Ländern begeistert aufgenommen worden. Der 23. April ist der Geburts- oder Sterbetag einer ganzen Reihe weiterer prominenter Autoren wie z.B. Maurice Druon, K. Laxness, Vladimir Nabokov, Josep Pia und Manuel Mejia Vallejo. Weltweit beteiligen sich jedes Jahr neben zahlreichen Verlagen auch tausende Buchhandlungen mit eigenen Aktionen.



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